DIE LATEINAMERIKANISCHEN HOCHKULTUREN
Die MaYa
Die Maya waren ein indigenes Volk und lebten in Teilen Mexikos und Mittelamerikas (Guatemala, Honduras und Belize).
Berühmt sind die Maya für ihre Mathematik und für ihren hoch entwickelten Kalender, geschrieben in Hieroglyphen. Wichtige Errungenschaften sind der Anbau von Mais, die Entwicklung des sehr präzisen Maya-Kalenders und der Maya-Schrift. Die mittlerweile weitgehend entzifferte Schrift, obwohl auf Bildsymbolen basierend, war mehr als eine reine Ideogrammschrift und stellt das höchstentwickelte (und bis zur Ankunft der Spanier das einzige) Schriftmedium in Altamerika dar. Kunsthandwerk (Bearbeitung von Stein, Keramik, Holz, Textilien) und Malerei waren hoch entwickelt, Metallverarbeitung (Gold, Silber, Kupfer) spielte erst spät und fast nur für rituelle Zwecke eine Rolle, nicht für die Werkzeugherstellung. In den Städten gab es bis zu 65 m hohe Stufenpyramiden, Paläste, Observatorien und Ballspielplätze.
Die AzTeKeN
Die Azteken waren eine mesoamerikanische Kultur, die zwischen dem 14. und dem frühen 16. Jahrhundert existierte.
Das Reich der Azteken war kein territorial geschlossenes Reich, wie es etwa die Imperien der europäischen Geschichte darstellten. Es war vielmehr ein Zusammenschluss der drei Städte Tenochtitlán, Texcoco und Tlacopán, deren politische und rechtliche Systeme sich aufgrund alter Traditionen voneinander stark unterschieden und dementsprechend auch nicht vereinheitlicht waren. Die jeweiligen Herrscher regierten ihre Städte unabhängig voneinander und agierten nur dann zusammen, wenn ein gemeinsames Interesse vorhanden war, etwa bei Eroberungen. Die drei Städte waren formell gleichberechtigt, was sich aber besonders in der Zeit von Moctezuma II. zugunsten Tenochtitláns änderte.
Die InKaS
Die Inka waren eine indigene urbane Kultur in Südamerika. Sie herrschte zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert über ein weit umspannendes Reich von über 200 ethnischen Gruppen, das einen hohen Organisationsgrad aufwies. Zur Zeit der größten Ausdehnung erstreckte sich sein Einfluss vom heutigen Ecuador bis nach Chile und Argentinien; ein Gebiet, dessen Ausdehnung größer ist als die Entfernung zwischen dem Nordkap und Sizilien. Entwicklungsgeschichtlich sind die Inka mit den bronzezeitlichen Kulturen Eurasiens vergleichbar. Das rituelle, administrative und kulturelle Zentrum war die Hauptstadt Qusqu (Cuzco) im Hochgebirge des heutigen Peru.
Die Inka-Herrscher und insbesondere ihre Ahnen wurde neben dem Sonnengott Inti, dem Schöpfergott Viracocha und der Erdgöttin Pachamama als göttlich verehrt.der Inka-König heiratete, bei seinem Amtsantritt in Anspielung auf seine mythische Herkunft, seine Schwester, die damit zur Coya, zur Königin wurde.Der Sapa Inka reiste in einer Sänfte durch sein Reich. Vor ihm durfte man nur barfuß erscheinen. Auf dem Kopf trug er als Zeichen seiner königlichen Würde die Maskaypacha , ein Band, das mit dem purpurroten Llautu, einer langen Stirnquaste versehen war.
Die Inka sprachen Quechua, verwendeten die Knotenschrift Quipu, die nur Ziffern ausdrückte und die Tocapu-Muster, die in Textilien gewebt wurden und bei denen noch nicht sicher ist, ob es sich um eine Schrift handelte.
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MARTIN LUTHER
MARTIN LUTHER
Martin Luther wurde am 10. November 1483 als Sohn des Bergbauern Hans Luther und seiner Frau Margarethe, geborene Lindemann, in Eisleben geboren.
Ab 1488 besuchte Martin Luther die Lateinschule in Mansfeld, nachdem die Familie zwei Jahre zuvor dorthin gezogen war. Ab 1497 ging er auf die Schule der “Brüder vom gemeinsamen Leben” in Magdeburg, einer ordensähnlichen Bruderschaft. Nach dem Umzug nach Eisenach verbrachte Luther den Rest seiner Schulzeit auf der Pfarrschule zu St. Georgen.
Im Mai 1501 begann er sein Studium in Erfurt, 1505 promovierte er zum Magister artium. Im Mai dieses Jahres nahm er das Studium der Rechte auf. Nachdem Luther fast von einem Blitz erschlagen worden war, gelobte er Mönch zu werden. Im Juli 1505 trat er in das Schwarze Kloster der Augustiner Eremiten zu Erfurt bei und im Jahr darauf legte er sein endgültiges Mönchsgelübde ab. 1507 erhielt Luther die Priesterweihe erteilt.
Nun begann er mit dem Studium der Theologie, das er im März 1509 mit Bakkalaureat abschloss. Ab Oktober dieses Jahres gab Luther innerhalb des Ordens Vorlesungen in Dogmatik. 1512 promovierte er zum Doktor der Theologie und erhielt er einen theologischen Lehrstuhl in Wittenberg. Das Jahr darauf hatte Luther sein “Turmerlebnis”, eine Stunde der religiösen Erkenntnis im Turm des Schwarzen Klosters zu Wittenberg – es war das Initialerlebnis zur Reformation.
Im Jahr 1517 reagierte Luther auf die Ablasspredigten von Johann Tetzel, indem er dagegen an den Erzbischof von Mainz und an den Bischof von Magdeburg schrieb; der Sendung legte er die in lateinischer Sprache verfassten 95 Thesen bei, die die Ablasseinrichtung kritisierten. Die 95 Thesen wurden auch an die Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen. 1518 erschien die volkstümliche Schrift “Sermon von dem Ablaß und Gnade”, in der Luther seine Grundgedanken zu den 95 Thesen erläutert.
Im April 1518 reagierte die Gelehrtenwelt auf Luthers Thesen, indem eine Disputation auf dem Augustiner-Konvent in Heidelberg erfolgte. Rom stufte die Thesen als Ketzeraussagen ein, und Luther wurde aufgefordert, nach Rom zu kommen. Nach einem Verhör durch den päpstlichen Legaten Kardinal Cajetan in Augsburg verweigerte Luther den Widerruf. Er floh nach Wittenberg. Papst Leo X. forderte die Auslieferung Luthers, doch Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen weigerte sich.
Durch weitere Schriften versuchte Luther, die Botschaft seiner 95 Thesen zu präzisieren. 1519 bestritt Luther die Unfehlbarkeit des Papstes. Der von ihm ausgelöste reformatorische Prozess zog immer weitere Kreise. Ihm wurde der Bann angedroht. Fristen zur Unterwerfung unter die dogmatischen Lehren ließ Luther verstreichen. Die Bannandrohung verbrannte er demonstrativ vor den Toren Wittenbergs, der innere Bruch mit Rom wurde auch äußerlich vollendet.
Luther verfasste im August 1520 eine Gegenschrift “An den christlichen Adel deutscher Nation” sowie weitere kirchenreformatorische Programmschriften “Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche” und “Von der Freiheit eines Christenmenschen”. Damit reagierte er auf den Druck der Kurie und formulierte seine Reformbestrebungen aus, die dadurch auch weiter bekannt wurden und immer mehr Anhänger in Deutschland bekamen.
Im Jahr 1521 fasste Philipp Melanchton die lutherischen Lehre in der Schrift “Loci communis” zusammen und begründete sie theologisch exakt. In diesem Jahr wurde der kirchliche Bann endgültig über Luther verhängt. Er wurde auf den Reichstag zu Worms geladen. Dort verweigerte er den Widerruf und verteidigte seine Schriften zur Reformation. Gegen ihn wurde die Reichsacht erhoben. Kurfürst Friederich der Weise ließ Luther scheinweise überfallen und unter dem Namen Junker Jörg auf die Warthburg bringen.
Dort begann Luther das “Neue Testament” ins Deutsche zu übersetzen. Die Arbeit erschien unter dem Titel “Das Neue Testament Deutsch” dann im September 1522, ohne Angabe des Übersetzers. Doch das Werk wurde zum Erfolg und fand rasche Verbreitung. Dadurch hatte Luther bedeutenden Anteil an der Verbreitung und Vereinheitlichung der deutschen Schriftsprache. 1522 begann Luther das Alte Testament zu übersetzen. Dieses Werk wurde 1534 abgeschlossen.
Luther kehrte 1522 von seinem Zufluchtsort, der Warthburg, zurück nach Wittenberg. Die Reformationsbewegung hatte sich radikalisiert. Er sah die Gefahr, dass die Leute zum neuen Glauben gezwungen werden sollten. Mit seinen “Fastenpredigten” lenkte Luther wieder auf gemäßigte Linien ein. Auf dem 3. Nürnberger Reichtag wurde der Bann, der zuvor als undurchführbar erklärt worden war, erneuert. Doch die Reformationsbewegung war mittlerweile schon so weit fortgeschritten, dass Luther immer weniger gefährdet war.
In dem Werk “Von der weltlichen Obrigkeit, wie weit man ihr Gehorsam schuldig ist” (1523) legte Luther seine Auffassung vom politischen Ethikverhalten dar. Weitere Schriften folgten, in denen Luther seine Lehre beschrieb und begründete. Außerdem begann er Lieder zu verfassen. Mit den Schriften “Von der Ordnung des Gottesdiensts in der Gemeinde” und “Formula missae” (Form der Messe) legte er die theoretischen Grundsteine für die Reformation des Gottesdienstes.
Mit Hilfe des Kurfürsten begann er die Neuordnung der Kirchen in Sachsen durchzuführen. Der Titel “An die Ratsherrn aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen” belegt, dass sich Luther auch um seine Lehren in der Schule kümmerte und seine Reformation mit großer Systematik betrieb. 1524 begannen die Bauernaufstände als Radikalisierung der Reformation. Luther wandte sich in seiner Schrift “Wider die Mordischen und Reuberischen Rotten der Bawren” gegen die Aufständischen.
Ein Streit zwischen dem Humanisten Erasmus von Rotterdam und Luther führte zur Abwendung der Humanisten, die bis dahin Luthers Lehren unterstützt hatten. Am 13. Juni 1525 heiratete Luther die Nonne Katharina von Bora, mit der er zusammen sechs Kinder hatte. Die evangelischen Stände protestierten (Protestanten) 1529 auf dem Zweiten Reichstag zu Speyer gegen die Aufhebung des Reichstagsbeschlusses von 1526. Melanchtons Schrift “Confessio Augustana” wurde im Juni 1530 vor dem Reichstag zu Augsburg vorgetragen und bedeutete das erste öffentliche Bekenntnis des Protestantismus. Kaiser Karl V. lehnte es ab.
Im Jahr 1534 erschien die Gesamtübersetzung der Bibel “Biblia, das ist die ganze Heilige Schrift Deutsch”. In seinen letzten Lebensjahren litt Luther unter körperlichen Gebrechen. 1545 verfasste er seine letzte Schrift gegen die römische Kirche unter dem Titel “Wider das Bapsttum zu Rom vom Teuffel gestifft”. Von einer Schlichtungsreise nach Eisleben kehrte er nicht mehr zurück nach Wittenberg.
Martin Luther starb am 18. Februar 1546 in Eisleben, wo er am 22. Februar 1546 beigesetzt wurde.
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Reformation und Bauernkrieg
Antworten:
- Die Kirche hatte einige Probleme im Spätmittelalter und in der Renaissance: Die einfachen Prieste waren oft arm und schelecht ausgebildet und die höheren Geistlichen bis hin zum papst strebten nach Macht und Reichtum.
- Sie konnten durch ihre Beschäftigung mit der lateinischen und griechischen Sprache sogar Fehler beim bisherigen Verständnis von Bibelstellen nachweisen.
- Sie kritisierten vor allem die Simonie und den Ablasshandel.
- Aufgrund des hohen Geldbedarfs der Päpste und Bischöfe hielten diese jedoch daran fest.
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Entdeckung und Eroberung der Welt
Revolutionäre Erfindungen
1) Es gab eine große Veränderung in der Waffentechnik und somit in der Art,wie man mit einander kämpfte.
2) Im Mittelalter kämpfte man mit Pfeil, Bogen und Armbrust.
3) Jetzt kämpfte man mit den neuen Feuerwaffen(Kanonen und andere Geschütze). Im Laufe der Zeit wurden auch kleinere, tragbare Schießgeräte wie Musketen und Gewehre entwickelt.
4) Die Folgen waren, die Rüstungen der Ritter nicht mehr sinnvoll waren.
5) Statt ihrer wurden zunehmend leichter bewaffnete und mobile Fußtruppen von Söldner(”Landsknechte“) eingesetz. Infolgedessen verlor das Rittertum seine Bedeutung und Macht völlig.
6) Auf dem Gebiet der Seefahr war der Komapass im Laufe der Zeit weiterentwickelt und verbessert und es kamen auch noch andere nautische Geräte hinzu.
7) Dank dieser Erfindungen war den Schiffen auf dem offenen Meer auch eine Navigation bei bedecktem Himmel möglich, also auch wenn die Position der Sonne und der Sterne nicht feststellbar war.
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Im Mittelalter Bezeichnung für “Gemeinschaften von Kaufleuten im Ausland zu gemeinsamer Vertretung von Handelsbelangen und zu gegenseitigem Schutz”.
Geschichte
Die Ursprünge liegen in der Priveligierung deutscher Kaufmannsgenossenschaften im Ausland (Kaufleute aus Köln, den Niederlanden und Westfalen in England, Lübecker Gotlandfahrer).
Im Zuge der deutschen Ostsiedlung verlagerte sich das Gewicht der Hanse zunehmend in den Ostseeraum (2. Hälfte des 12. Jh. Niederlassungen in Nowgorod (Petershof) und Smolensk).
Unter der Leitung Lübecks formierte sich ein (erst seit 1356 förmliches) Bündnis der westfälichen, sächsischen, wendischen, pommerschen und preußischen Städte (Hansequartiere). In der Folgezeit wurde die Hanse immer wieder in Kämpfe mit den skandinavischen Herrschern verwickelt. Im Frieden von Stralsund (1370) mußte Dänemark die hansischen Handelsvorrechte garantieren und auf 15 Jahre 2/3 seiner Einnahmen aus den Sundschlössern ausliefern.
Der Versuch der Begünstigung englischer und niederländischer Kaufleute durch den dänischen Unionskönig Erich VII. wurde durch eine hansische Wirtschaftsblockade zum Scheitern gebracht (1435 Frieden von Vordingborg). Den dänischen Sundzoll vermochte die Hanse jedoch nicht mehr zu beseitigen.
1441 wirtschaftliche Gleichberechtigung der Niederländer im Ostseeraum.
Mit der Schließung des hansischen Kontors in Nowgorod (1494) setzte der Niedergang der Hanse ein. 1598 wurde das Londoner Kontor (in England: ‘Stalhof’)geschlossen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die hansische Tradition von Lübeck, Hamburg und Bremen fortgeführt. Letzter Hansetag 1669.
Organisation
Zum Kern der Hanse zählten 70 (vorwiegend dt.) Städte, weitere 130 Städte gehörten in einem lockeren Rahmen dazu. Leitendes Organ waren die Hansetage als Hauptversammlungen der Mitglieder. Unterste Stufe der hansischen Organisation war in der Regel der Rat der jeweiligen Hansestadt.
Handel
Der hansische Handel war überwiegend Seehandel. Die wichtigste Handelsroute verlief entlang der Linie Nowgorod – Reval – Lübeck – Hamburg – London.
Handelsgüter waren v.a.
- Pelze und Wachs aus Rußland und Osteuropa
- Getreide aus Ostdeutschland und Polen
- Fisch aus Skandinavien
- Salz aus Lüneburg und Frankreich
- Wein aus dem Rheinland und Frankreich
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Leonardo da Vinci
Leonardo da Vinci (* 15. April 1452 in Anchiano bei Vinci; † 2. Mai 1519 auf Schloss Clos Lucé, Amboise) war Maler, Bildhauer, Architekt, Musiker, Anatom, Mechaniker, Ingenieur, Naturphilosoph und Erfinder in der Renaissance; er wird als das italienische Universalgenie bezeichnet. Sein Geburtsort Vinci war ein Kastell oder befestigtes Hügeldorf im Florentiner Territorium (ca. 30 km westlich von Florenz) nahe Empoli, von dem die Familie seines Vaters ihren Namen ableitete.
Cenacolo (Abendmahl)
Das letzte Abendmahl (Secco)
entstanden zwischen 1495 und 1498Das Bild Das letzte Abendmahl, ein Wandgemälde mit einer Größe von 8,8 m x 4,6 m im Refektorium des Klosters Santa Maria delle Grazie in Mailand, entstanden in den Jahren 1494 bis 1498, ist auch bekannt als das weltberühmte Cenacolo von Leonardo. Es ist Gegenstand vieler Legenden, z.B. wird eine recht freie Interpretation im Rahmen des Films The Da Vinci Code – Sakrileg angeboten.Es war im Rahmen von Erhaltungsmaßnahmen Subjekt mehrerer fehlgeleiteter Experimente. Nachdem es, auch wegen technischer Unzulänglichkeiten des Originals, über die Jahrhunderte schwere Beschädigungen durch Vandalismus, Nachlässigkeit, schlechte Umweltbedingungen und insbesondere durch ungeschickte Reparaturen davongetragen hatte, sind seine Überreste schließlich 1904-1908 auf wissenschaftlicher Grundlage konserviert worden.Zur selben Zeit wurde die Entstehungsgeschichte des Bildes erforscht. Es war in nur vier Jahren geschaffen worden, trotz Nebentätigkeiten und Pausen, in denen er sein Werk selbstkritisch überprüfte. Dafür gibt es direkte Zeugnisse seiner Zeitgenossen.Leonardo malte das Bild in Tempera auf der Wand – nicht in Öl, wie eine Legende behauptete, die innerhalb von zwanzig Jahren nach der Fertigstellung entstand. Die Tempera-Trägersubstanz hielt nicht lange auf dem Gipsuntergrund und dieser auch nicht auf der Wand. Es kam zu Abblätterungen und Schuppenbildung. Harte Schimmelkrusten formten sich aus, die sich zwar wieder auflösten, aber je nach Wetterlage sowohl auf den festen als auch den lockeren Teilen wiederholt auftraten.Dieser Prozess dauerte jahrzehntelang. Ein Regen aus winzigen Schuppen löste sich laut einem Augenzeugen ständig von der Oberfläche und schien das Bild gänzlich zugrunde zu richten. Die ersten Restaurationsversuche im 18. Jahrhundert gründeten auf der falschen Annahme, das Werk sei in Öl ausgeführt worden. So hat man es einmal mit Öl überstrichen, in der Hoffnung, dadurch die Farben wiederherstellen zu können.Andere versuchten es mit unterschiedlichen „Geheimmitteln“, meistens schädlichen Lacken und Klebstoffen. Dabei wurden aber nur einige Teile der Gewänder übermalt. Die Hauptversuche einer Restauration stammen von Bellotti 1726, Mazza 1770 und Barezzi 1819 und wurden in den Jahren danach fortgeführt. Keiner stoppte die Auflösungserscheinungen, einige beschleunigten sie sogar. Dennoch hinterließ das Bild, schon halb aufgelöst, immer wieder einen tiefen Eindruck.Die weiße – heute eingedunkelte – Fläche im unteren, mittleren Teil des Werkes stammt daher, dass die Mönche einen Tunnel durch die Wand gruben und später wieder zugipsten.Erst Mitte der 1970er Jahre konnte der weitere Verfall durch moderne Restaurationstechniken aufgehalten werden, eine weitere Restauration folgte um die Jahrtausendwende. Der Zustand des Werks wurde mittlerweile von der Firma HAL9000 mit nicht weniger als 16 Giga Pixel oder einer Pixelgröße von einem Quadratmillimeter des Originals dokumentiert und lässt sich durch Kunstliebhaber und andere Interessierte seit 2007 im Internet abrufen.
Mona Lisa
Mona Lisa, 1503–06. Paris, LouvreIn den Jahren 1503–1506 arbeitete Leonardo erneut am Porträt der Mona Lisa, der neapolitanischen Hausfrau Monna Lisa del Giocondo (geb. Gherardini), Gattin des Francesco di Bartolommeo di Zanobi del Giocondo, wie einige Quellen besagen, die davon ausgehen, dass er damit schon vor seinen Reisen mit Cesare Borgia begonnen hatte, und vollendete es. In Lisa Gherardini hatte er ein Modell gefunden, deren Antlitz und Lächeln einen einzigartigen, rätselhaften Charme besaß, der ihn entzückte. Der Meister arbeitete an ihrem Porträt, wie er sagte, während eines Teils von vier aufeinander folgenden Jahren, und ließ während der Sitzungen Musik aufspielen, damit der gespannte Ausdruck nicht aus dem Antlitz seines Gegenübers entschwinde. Zeit seines Lebens konnte sich Leonardo nicht von dem Bild trennen, es begleitete ihn auf allen seinen weiteren Lebensstationen. Erst nach seinem Tod wurde das Werk durch Franz I. von Frankreich für viertausend Goldflorin erworben. Später gelangte es in den Besitz von Napoléon, und seit 1804 ist es im Louvre ausgestellt. Heute ist das weltbekannte Gemälde ein ausgesprochener Publikumsmagnet, es ist jedoch nach einem Anschlag im Jahr 1956 nur noch durch Panzerglas zu betrachten.Der Reichtum der Farben, den Vasari beschrieb, hat sich im Laufe der Jahrhunderte verflüchtigt, teils durch Beschädigungen, teils weil der Maler bei seinen Bemühungen um Effekte daran gewöhnt war, seine Figuren auf dunklem Hintergrund zu modellieren und in diesem Ölbild – genauso wie auch in seinen anderen Gemälden – der Hintergrund in erheblichem Maße durchgekommen ist. Doch selbst in seinem abgedunkelten Zustand schlägt das Porträt den Betrachter in seinen Bann, sowohl durch die Raffinesse des Ausdrucks und durch die Präzision und Verfeinerung der Zeichnung, als auch durch die romantische Ausführung des Hintergrundes. Zahllose Publikationen beschäftigen sich bis heute mit der Mona Lisa. Es wurde sogar spekuliert, dass das Gemälde Züge seines eigenen Gesichts aufweise.
Aggiungi un commento marzo 7, 2008
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1 commento gennaio 28, 2008