marzo 7, 2008 feffyna91

Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci (* 15. April 1452 in Anchiano bei Vinci; † 2. Mai 1519 auf Schloss Clos Lucé, Amboise) war Maler, Bildhauer, Architekt, Musiker, Anatom, Mechaniker, Ingenieur, Naturphilosoph und Erfinder in der Renaissance; er wird als das italienische Universalgenie bezeichnet. Sein Geburtsort Vinci war ein Kastell oder befestigtes Hügeldorf im Florentiner Territorium (ca. 30 km westlich von Florenz) nahe Empoli, von dem die Familie seines Vaters ihren Namen ableitete.

Cenacolo (Abendmahl)

Das letzte Abendmahl (Secco)
entstanden zwischen 1495 und 1498
Das Bild Das letzte Abendmahl, ein Wandgemälde mit einer Größe von 8,8 m x 4,6 m im Refektorium des Klosters Santa Maria delle Grazie in Mailand, entstanden in den Jahren 1494 bis 1498, ist auch bekannt als das weltberühmte Cenacolo von Leonardo. Es ist Gegenstand vieler Legenden, z.B. wird eine recht freie Interpretation im Rahmen des Films The Da Vinci Code – Sakrileg angeboten.Es war im Rahmen von Erhaltungsmaßnahmen Subjekt mehrerer fehlgeleiteter Experimente. Nachdem es, auch wegen technischer Unzulänglichkeiten des Originals, über die Jahrhunderte schwere Beschädigungen durch Vandalismus, Nachlässigkeit, schlechte Umweltbedingungen und insbesondere durch ungeschickte Reparaturen davongetragen hatte, sind seine Überreste schließlich 1904-1908 auf wissenschaftlicher Grundlage konserviert worden.Zur selben Zeit wurde die Entstehungsgeschichte des Bildes erforscht. Es war in nur vier Jahren geschaffen worden, trotz Nebentätigkeiten und Pausen, in denen er sein Werk selbstkritisch überprüfte. Dafür gibt es direkte Zeugnisse seiner Zeitgenossen.Leonardo malte das Bild in Tempera auf der Wand – nicht in Öl, wie eine Legende behauptete, die innerhalb von zwanzig Jahren nach der Fertigstellung entstand. Die Tempera-Trägersubstanz hielt nicht lange auf dem Gipsuntergrund und dieser auch nicht auf der Wand. Es kam zu Abblätterungen und Schuppenbildung. Harte Schimmelkrusten formten sich aus, die sich zwar wieder auflösten, aber je nach Wetterlage sowohl auf den festen als auch den lockeren Teilen wiederholt auftraten.Dieser Prozess dauerte jahrzehntelang. Ein Regen aus winzigen Schuppen löste sich laut einem Augenzeugen ständig von der Oberfläche und schien das Bild gänzlich zugrunde zu richten. Die ersten Restaurationsversuche im 18. Jahrhundert gründeten auf der falschen Annahme, das Werk sei in Öl ausgeführt worden. So hat man es einmal mit Öl überstrichen, in der Hoffnung, dadurch die Farben wiederherstellen zu können.Andere versuchten es mit unterschiedlichen „Geheimmitteln“, meistens schädlichen Lacken und Klebstoffen. Dabei wurden aber nur einige Teile der Gewänder übermalt. Die Hauptversuche einer Restauration stammen von Bellotti 1726, Mazza 1770 und Barezzi 1819 und wurden in den Jahren danach fortgeführt. Keiner stoppte die Auflösungserscheinungen, einige beschleunigten sie sogar. Dennoch hinterließ das Bild, schon halb aufgelöst, immer wieder einen tiefen Eindruck.Die weiße – heute eingedunkelte – Fläche im unteren, mittleren Teil des Werkes stammt daher, dass die Mönche einen Tunnel durch die Wand gruben und später wieder zugipsten.Erst Mitte der 1970er Jahre konnte der weitere Verfall durch moderne Restaurationstechniken aufgehalten werden, eine weitere Restauration folgte um die Jahrtausendwende. Der Zustand des Werks wurde mittlerweile von der Firma HAL9000 mit nicht weniger als 16 Giga Pixel oder einer Pixelgröße von einem Quadratmillimeter des Originals dokumentiert und lässt sich durch Kunstliebhaber und andere Interessierte seit 2007 im Internet abrufen.

Mona Lisa

Mona Lisa, 1503–06. Paris, LouvreIn den Jahren 1503–1506 arbeitete Leonardo erneut am Porträt der Mona Lisa, der neapolitanischen Hausfrau Monna Lisa del Giocondo (geb. Gherardini), Gattin des Francesco di Bartolommeo di Zanobi del Giocondo, wie einige Quellen besagen, die davon ausgehen, dass er damit schon vor seinen Reisen mit Cesare Borgia begonnen hatte, und vollendete es. In Lisa Gherardini hatte er ein Modell gefunden, deren Antlitz und Lächeln einen einzigartigen, rätselhaften Charme besaß, der ihn entzückte. Der Meister arbeitete an ihrem Porträt, wie er sagte, während eines Teils von vier aufeinander folgenden Jahren, und ließ während der Sitzungen Musik aufspielen, damit der gespannte Ausdruck nicht aus dem Antlitz seines Gegenübers entschwinde. Zeit seines Lebens konnte sich Leonardo nicht von dem Bild trennen, es begleitete ihn auf allen seinen weiteren Lebensstationen. Erst nach seinem Tod wurde das Werk durch Franz I. von Frankreich für viertausend Goldflorin erworben. Später gelangte es in den Besitz von Napoléon, und seit 1804 ist es im Louvre ausgestellt. Heute ist das weltbekannte Gemälde ein ausgesprochener Publikumsmagnet, es ist jedoch nach einem Anschlag im Jahr 1956 nur noch durch Panzerglas zu betrachten.Der Reichtum der Farben, den Vasari beschrieb, hat sich im Laufe der Jahrhunderte verflüchtigt, teils durch Beschädigungen, teils weil der Maler bei seinen Bemühungen um Effekte daran gewöhnt war, seine Figuren auf dunklem Hintergrund zu modellieren und in diesem Ölbild – genauso wie auch in seinen anderen Gemälden – der Hintergrund in erheblichem Maße durchgekommen ist. Doch selbst in seinem abgedunkelten Zustand schlägt das Porträt den Betrachter in seinen Bann, sowohl durch die Raffinesse des Ausdrucks und durch die Präzision und Verfeinerung der Zeichnung, als auch durch die romantische Ausführung des Hintergrundes. Zahllose Publikationen beschäftigen sich bis heute mit der Mona Lisa. Es wurde sogar spekuliert, dass das Gemälde Züge seines eigenen Gesichts aufweise.  

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